27.11.2004—21.5.2006
Temperaturmessungen im Nikolaus-Bader-Schacht
Nicolaus Bader aus Lermoos schürfte in
den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts im Außerfern nach Erzen. Neben
Blei-, Kupfer-, und Zinkerzen erschloss er von 1933 bis 1948 ein unwirtschaftliches
Goldvorkommen in der Nähe von Biberwier, wobei er zur Erkundung
zahlreiche Schurfschächte,
Bohrungen und Stollen anlegte.  
Einer
dieser Schächte, der Nicolaus Bader Schacht, wird im Rahmen eines
europaweiten Projekts an der TU Bergakademie Freiberg seit 27. November
2004 wissenschaftlich
untersucht. Dazu wurde zunächst
die Teufe aber auch ein kontinuierliches Temperaturprofil aufgenommen.
Wie
sich
zeigte,
ist
der
Schacht in etwa
2 m Teufe verbrochen; mit einer
Sonde war es jedoch möglich, eine Endteufe von 10 m zu erreichen.
Dort befindet sich eine Schlammschicht, die sich in den zurückliegenden
80 Jahren angesammelt hat.
Insgesamt schwankt die Temperatur zwischen
0,5 und 13,9 Grad Celsius und zeigt eine Thermoschichtung bei
1—3 und 7—8 Metern Wassertiefe, wobei der Temperaturverlauf
im mittleren Bereich auf konvektiven und im unteren Bereich auf
diffusiven Transport schließen lässt.
Dank: Familie Wolkersdorfer,
Erich Müller, Sabine & Werner Luttinger, Armin Hanneberg, Christiane Neumann, Marlen Scheibe
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