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Die
Besitzer der Gewerkschaft Silberleithen
Besitzer von Bergwerken hießen früher
Gewerken. Sie zogen aus den Erträgen
der Bergwerke ihre Gewinne, hatten im Gegenzug aber auch die finanziellen
Lasten zu tragen. Diese Lasten hießen Zubusen und betrugen am Ende
des regulären Bergwerksbetriebes an der Silberleithe mehrere tausen
Gulden pro Gewerke.
Das Besitzrecht der Gewerken war auf Kux-Scheinen
eingetragen und jeder Kux-Schein umfasste ab 1883 einen hundertstel Anteil
des Bergwerkes.
Bis 1882 waren die Bergwerke in Tirol in 128 Kuxe aufgeteilt
und noch früher umfasste jedes Tiroler Bergwerk neun Neuntel. Für die
Gruben an der Silberleithe lassen sich die Gewerken ab dem 19.
Jahrhundert lückenlos
nachweisen,
wohingegen
zwischen
dem
15. Jahrhundert und dem 19. Jahrhundert einige Namen fehlen.
Historisch gibt es an der Silberleithe zwei
Phasen: Bis 1882 waren die Gewerken fast ausschließlich wohlhabende
Tiroler Familien, die auch in anderen Bergbauregionen Tirols am Bergbau
beteiligt
waren. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zeichnet sich an der Silberleithe
jedoch ein Wandel ab und die Gewerken wurden nunmehr Industrielle und
Banken aus dem Rheinland und Ruhrgebiet sowie Schlesien. Federführend
war dabei das jüdische Bankhaus Simons & Co aus Düsseldorf
(heute Westfalenbank), das auch im Deutschen Bergbausektor eine wichtige
Rolle gespielt hatte.
Der erste ausländische Gewerke an der Silberleithe
war Dr. habil. Christian Bandmann aus
Hamburg, der zwischen 1880 und 1883 bis zu 35 Kuxe inne hatte und auch
in Dirstentritt Gewerke war.
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